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Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein

Geschichte

Schleswig-Holstein

Schleswig Holstein

 

Geschichte Schleswig-Holsteins, von früher Zeit bis heute,

mit Fokus auf politische Zugehörigkeit, Grenzkonflikte, Wirtschaft und Identität

  • Antike bis Mittelalter: Gebiete von Jüten, Dötingen und anderen Stämmen; slawische Einflüsse an der Ostseeküste; westliche Teile gehörten zum Frankenreich, später zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.
  • Frühe Neuzeit (16.–18. Jahrhundert): Teil des Herzogtums Schleswig bzw. Holstein; Dualstaatlichkeit prägte die Region: Schleswig unter schleswig-holsteinischer Verwaltung, Holstein als Teil des Heiligen Römischen Reichs bzw. später des Deutschen Bundes. Konflikte zwischen dänischer Oberhoheit und deutschen Territorialständen.
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    1. Jahrhundert – Schleswig-Holstein-Frage:
      • 1848–1851: Schleswig-Holsteinaufstände, Verfassungskämpfe, Versuch, Unabhängigkeit bzw. Ausgleich im Rahmen eines deutsch-dänischen Konflikts.
      • 1864: Schleswig-Holstein kommt nach dem Deutschen Krieg unter preußisch-österreichische Vorherrschaft; Annexion durch Preußen und Österreich, später preußische Alleinherrschaft nach dem Österreichischen Krieg 1866.
      • 1866–1871: Verwaltung durch Preußen; Integration in den Norddeutschen Bund, später German Empire (Deutsches Reich) 1871.
    • Zwischenkriegszeit und Weimarer Republik:
      • Grenzfragen zwischen dem Deutschen Reich und Dänemark bleiben relevant; im Norden politische Debatten um Selbstbestimmung der Quellen Schleswig und der deutsch-dänischen Minderheit.
    • Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg:
      • 1938: Region bleibt Teil des Deutschen Reichs; Zwangsadoptionen, Umsiedlungen und politische Repression wie im gesamten Reich.
    • Nach 1945 und Teilung Deutschlands:
      • Norden Deutschlands wird von alliierter Verwaltung beeinflusst; Schleswig-Holstein wird ein Bundesland der jungen Bundesrepublik Deutschland.
      • Grenzlage an der Ostsee und der dänisch-norddeutsche Minderheitenpolitik prägen Kultur und Bildung.
    • Nachkriegszeit bis Gegenwart:
      • Wirtschaftswunderzeit: Ausbau von Hafenstandorten (Kiel, Lübeck, Flensburg), Schifffahrt, Maschinenbau, Landwirtschaft.
      • 1950er–1960er Jahre: Konsolidierung der föderalen Strukturen, Kooperationsprojekte im Norden, besonders mit Dänemark im Rahmen der Grenzregionen.
      • 1970er–1990er Jahre: Verwaltungsreform, Öffnung der Landesgrenzen, stärkere EU-Anbindung; Binnenmarkt und Regionalpolitik fördern Handel und Tourismus.
      • 2000er–2020er Jahre: Schwerpunkt auf erneuerbare Energien (Windkraft), Hafenlogistik, Erneuerbare Technologien, Bildung in Forschungseinrichtungen; fortgesetzte grenznahe Kooperationen mit Dänemark, insbesondere als Teil der deutsch-dänischen Grenzregion.
  • Jahreszahlen zu Verfassungen, Grenzabkommen, Wirtschaftsreformen
    • 1848–1851: Schleswig-Holstein-Aufstände; Verfassungskämpfe um Selbstbestimmung im deutsch-dänischen Konflikt.
    • 1864: Deutsche Kriege; Schleswig-Holstein unter preußisch-österreichischer Vorherrschaft nach Sieg im Krieg gegen Dänemark.
    • 1866: Preußische Alleinherrschaft nach dem Deutsch-Döberlin-Krieg; Verwaltung durch Preußen.
    • 1867–1871: Grenzziehungen und Integration der Region in den Norddeutschen Bund.
    • 1871: Deutsches Reich gegründet; Schleswig-Holstein als Provinz/Standesherrschaft innerhalb des Reichs.
    • 1919: Weimarer Verfassung; Schleswig-Holstein bleibt Bestandteil des Reichsstaates; politische Neuordnung nach dem Versailler Vertrag beeinflusst Grenz- und Minderheitenpolitik.
    • 1934–1945: Gleichschaltung; regionalpolitische Strukturen im NS-Staat; zentrale Verordnungen dominieren.
    • 1945: Gründung der Besatzungszonen; Schleswig-Holstein wird Teil der neu gegründeten Bundesrepublik Deutschland (später Bundesland).
    • 1949: Grundgesetz tritt in Kraft; Schleswig-Holstein wird eines der Bundesländer der BRD.
    • 1952: Flächenstilllegung und Verwaltungsreformen auf Landesebene; Föderale Strukturen werden konsolidiert.
    • 1957: Kieler Ministerpräsidentenwahl; fortgesetzte Integration in Bundesgesetze.
    • 1960er–1970er: Verwaltungs- und Strukturreformen; Eingliederung von Gemeinden, Grenzregionen stärken Zusammenarbeit mit Dänemark.
    • 1970er–1980er: Wirtschaftsreformen; Ausbau von Hafenlogistik, Maschinenbau, Landwirtschaft; Anbindung an EU-Programmpolitik beginnt.
    • 1990er: Deutsche Wiedervereinigung; EU-Anbindung verstärkt; Regionalpolitik fördert Grenzregionen (Dänemark, Schleswig-Holstein).
    • 1994: Föderale Verwaltungsreform in Schleswig-Holstein; stärkere Dezentralisierung auf Landesebene.
    • 2000er: Förderprogramme für erneuerbare Energien, Offshore-Windkraft; Modernisierung von Infrastruktur und Hochschulstandorten.
    • 2010er: Schwerpunkte Energiepolitik (Energiewende), Ausbau der Hafenkapazitäten, Digitalisierung; grenzüberschreitende Projekte mit Dänemark.
    • 2014–2020: Europäischer Förderrahmen (EFRE) unterstützt Regionale Innovationslandschaften; Grenzregionenkooperationen.
    • 2020–2025: Weiterführung von Energie- und Infrastrukturprojekten, Hafenlogistik, Bildung und Forschung; Stärkung der deutsch-dänischen Kooperation in Grenzregionen.